Die Geschichte unseres Ortes Schullwitz

1378 Erste urkundliche Erwähnung in einem Zinsregister
1499 Ein Lehnbrief beurkundet: Georg Karas zu Schönfeld kauft
„das dorff Scholwitz mit Erbgerichte und rehejhagt“
1535 Für den Ort werden registriert: „24 Steuerzahler,
34 Pflüge und 24 Sicheln...“
1539 Reformation im albertinischen Sachsen, Schullwitz
(wie alle Hochlanddörfer) wird protestantisch dominiert
1543 Schullwitz gehört zum „Amt Schönfeld“
1547 Sachsen erhält Kurwürde und wird neu gegliedert, Schullwitz
wird dem „Meißnerschen Kreis“ zugeordnet
1568 Georg von Crakow kauft „Amt Schönfeld“ mit Schullwitz
Die weltlichen und kirchlichen Strukturen im „Hochland“ sind
herausgebildet und haben im Wesentlichen Bestand
16.-19. JH. Schullwitz ist im Besitz der wechselnden Herrschaften
auf „Schönfeld“
1652 Die Bewohner von Schullwitz sind zu Handdiensten ins Vorwerk Ostra bei Dresden verpflichtet
1717 Gehört „das halbe dorff Scholwitz mit getrayte, zinsen,
acker und handtagen ...“ zum Rittergut Helfenberg
1791 Erste Beurkundung eines „im Holtze gelegenen Steinbruchs“
1808 Für Schullwitz werden nachgewiesen:
- eine neuerbaute Mühle (Joh. Christ. Walther)
- ein Schänkgut (Georg Leutholt)
- ein Haus und Schmiede (Joh. Gottfried Riehle)
1831 Staatsreform in Sachsen, Bauern können sich schrittweise
aus der hohen Belastung (Grunddienstbarkeit, Naturalzinsen,
Geldgefälle, Gesindezwang) freikaufen
1835 Einführung der „Elementarschule“ in Sachsen,
Neugliederung der Schulbezirke
1837 Schullwitz wird eigener Schulbezirk, erhält eigene Schule
1839 Laut Zinsregister sind 30 Einwohner zu (hohen) Abgaben an
Getreide und Futter verpflichtet, Schullwitz erlangt kommunale
Eigenständigkeit, Männer wählen erste Gemeindevertretung
1843 Schullwitz hat 356 Einwohner
1856 Gerichtsbarkeit des Ortes geht an „Kammergut Schönfeld“,
1865 Schullwitz hat 429 Einwohner
1873 Verwaltungsseitig kommt Schullwitz zur „Amthauptmannschaft Dresden“
1878 Einweihung Schulneubau
1908 Anschluss an das Eisenbahnnetz
1914 Beginn des 1. Weltkrieges (Auf dem Denkmal am Schulteich wird der zehn Opfer gedacht)
1919 Die allgemeine und schulgeldfreie Volksschule wird wirksam
1923 Neue Gemeindeordnung in Sachsen, erster Bürgermeister des Ortes wird Otto Winkler
1933 Machtübernahme durch die Nationalsozialisten, der gewählte Gemeinderat wird umgebildet
1939 Beginn 2. Weltkrieg
1945 Bodenreform: zehn Kleinbauern und drei Siedler erhalten Land, drei Neubauernhöfe werden gegründet
1946 Paul Roch wird erster Bürgermeister nach dem 2. Weltkrieg, Schullwitz zählt 625 Einwohner
1949 Mit Gründung der BRD und der DDR wird die Teilung Deutschlands staatlich vollzogen
1950 Das „Pillnitzer Elbgebirge“ (oder „Pillnitzer Elbplateau“) erhält den heutigen Namen „Schönfelder Hochland"
1951 Stilllegung der Bahnstrecke Dürrröhrsdorf-Weißig
1961 In Schullwitz arbeiten die Landwirtschaftlichen  Produktionsgenossenschaften (LPG) „Karl Marx“, „Am Schullwitzbach“ und „Vereinte Kraft“
1968 Schullwitz gründet mit fünf Orten einen Zweckverband, Schule erhält Anbau
1973 die Konsumgaststätte „Am Triebenberg“ wird Kulturzentrum
1978 Schullwitz feiert 600jähriges Bestehen mit großem, historischem Festumzug
1990 Wiedervereinigung Deutschlands; Andreas Wohlfahrt wird (letzter) Bürgermeister
1992 Bildung der Agrikultur GmbH Schönfeld
1994 Schullwitz wird Teil der Großgemeinde Schönfeld-Weißig
1995 1. Dorf- und Kinderfest, die Kleinbuslinie „Hochlandexpress“ geht in Betrieb
1997 Erster Spatenstich für das Wohngebiet "Aspichring"
1998 Festwoche 100 Jahre Schulgebäude
1999 Eingemeindung in die Landeshauptstadt Dresden
2003 Schullwitz feiert 625jähriges Bestehen
2017 Erweiterung des Wohngebiets "Aspichring"