Historische Aufnahmen

Schullwitzer Turnverein "Vater Jahn" 

Schullwitzer Fahrradverein
In Schullwitz gab es in den 50er Jahren ein Kunstradverein. Dieser hatte sein Domizil im Großen Saal des Gasthofes Schullwitz. Es gab eine Männergruppe, eine Frauengruppe und eine Kindergruppe. Die hier zu sehenden Bilder stammen von einer Vorführung im Jahr 1956.
Das Aus für den Kunstradverein kam Anfang der 60er Jahre, nachdem es in der DDR keine weißen Radreifen mehr gab...

Schullwitzer Sportplatz
Diese beiden Bilder zeigen den Bau und die Eröffnung unseres Sportplatzes. Hier findet heute unser alljährliches Dorf- und Kinderfest statt.

Alte Bahnstrecke Dürrröhrsdorf–Weißig

Ende des 19. Jahrhunderts forderten auch die Dörfer des Schönfelder Hochlandes eine Eisenbahn. Bereits 1880 gründete sich ein Eisenbahnkomitee, welches vehement eine Strecke von Dresden über Bühlau und Weißig nach Dürrröhrsdorf einforderte. Ab 1893 wurde das Projekt einer meterspurigen Schmalspurbahn ausgearbeitet, die in Dresden-Neustadt beginnend über den Weißen Hirsch, Bühlau und Weißig nach Dürrröhrsdorf führen sollte. Die außerordentlich hohen Baukosten und die nicht zu erwartende Rentabilität ließen das Projekt scheitern. Auch die Errichtung einer Straßenbahnlinie nach Bühlau 1899 ließ das ursprüngliche Projekt letztlich unrealistisch werden.
Am 9. Mai 1900 wurde durch den Sächsischen Landtag der Bau einer meterspurigen Sekundärbahn von Bühlau nach Dürrröhrsdorf beschlossen. Dazu wurde auch als Vorleistung ein Dreischienengleis zwischen Dresden und Bühlau gebaut. Später wurde das gesamte Projekt in den Bau einer normalspurigen Linie abgeändert.
Erst am 10. Mai 1906 begannen bei Eschdorf die Arbeiten an der Strecke. Als Endpunkt war nun Weißig bestimmt worden, dafür war die Verlängerung der Dresdner Straßenbahn bis Weißig vorgesehen. Als einziger größerer Kunstbau wurde über die Wesenitz bei Porschendorf eine Brücke aus Stampfbeton errichtet. Die Trasse schmiegte sich an die vorhandenen sanften Geländestrukturen an, so dass keine größeren Erdarbeiten ausgeführt werden mussten. Insgesamt wurden auf der knapp 15 Kilometer langen Strecke 32,5 Kilometer Schienen mit 34 Weichen verlegt, 194.200 m3 Erdmassen bewegt und 85 unbeschrankte und niveaugleiche Bahnübergänge angelegt.
Am 27. Juni 1908 wurde die neue Sekundärbahn mit einem Festzug eröffnet. Einen Tag später wurde der planmäßige Zugverkehr aufgenommen. Gleichzeitig wurde auch der Betrieb auf der neuen Straßenbahnlinie, der Bühlauer Außenbahn, eröffnet, mit deren Bau im April 1908 begonnen wurde.

Als nach dem Zweiten Weltkrieg die Schäden im Gleisnetz der Dresdner Straßenbahn beseitigt wurden, musste oft in Ermangelung neuen Materials auf die Schienen schlecht ausgelasteter Straßenbahnnebenstrecken zurückgegriffen werden. Unter anderen wurde auch die Straßenbahnstrecke von Bühlau nach Weißig abgebaut; am 19. Februar 1949 verkehrten dort letztmals Straßenbahnzüge. Damit verlor auch die Eisenbahnstrecke ihre direkte Schienenanbindung nach Dresden.
Anfang der 1950er Jahre fiel auch die Strecke Dürrröhrsdorf–Weißig unter die Nebenstrecken der Deutschen Reichsbahn, die zur Materialgewinnung für sogenannte Schwerpunktvorhaben abgebaut werden sollten.
Am 23. April 1951 verkehrten die letzten Züge. Am Tag darauf begann der Abbau aller Gleise und Anlagen, der bereits am 23. Mai 1951 beendet war.